Husten ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ist in der Regel ein Symptom einer zugrunde liegenden Erkrankung. Es gibt häufige Hustenursachen und weniger häufige Hustenursachen.

Die häufigste Hustenursache ist Asthma.  

Die zweithöchste Hustenursachen ist das sogenannte Upper Airway Cough Syndrom (UACS). In diesem Fall besteht eine Erkrankung der oberen Atemwege d. h. der Nase oder der Nasennebenhöhlen. Die chronische Entzündung dort sorgt für eine Sekretbildung, diese Sekrete gelangen dann über den Rachenraum und die Rachen- Hinterwand hinunter zum Kehlkopf und den Stimmbändern. Der Kehlkopf ist die Stelle des Körpers mit den meisten Husten-Rezeptoren und wird durch die Sekrete aus den oberen Atemwegen gereizt, was meist trockenen Husten auslöst.

Die dritthäufigste Hustenursache ist Sodbrennen bzw. ein Reflux von Säure aus dem Magen in die Speiseröhre, was ebenfalls den Kehlkopf reizt und zu Husten führt.

Die vierthäufigste Ursache für Husten ist Schnarchen

und Schlafstörungen, wie zum Beispiel das Schlafapnoesyndrom. Normalerweise haben wir nachts einen linearen  Atemstrom: die Luft fließt ruhig über die Nase und den Rachenraum hinunter zur Lunge. Bei Schnarchern kommt es zu starken Verwirbelungen und Druckspitzen in den oberen Atemwegen und Sekrete wie auch Rachenbakterien werden mit Druck durch den sogenannten Venturi- Effekt Richtung Kehlkopf hinuntergepresst. Dies reizt ebenfalls den Kehlkopf und führt zu Husten.

Dann gibt es viele Hustenursachen, die durch Lungenerkrankungen bedingt sind, bei anhaltend eitrigem Auswurf, sollte z.B. eine Bronchiektasen-Erkrankung ausgeschlossen werden.

Aber auch eine Herzschwäche kann zu Husten führen.

Auch Erwachsene erkranken durchaus an Keuchhusten, welcher in Deutschland auch wieder zunimmt.

Voraussetzung für die erfolgreiche Behandlung von Hustenproblemen, ist dementsprechend eine differenzierte Diagnostik. Viele Hustenursachen lassen sich aber auch durch ein gründliches Gespräch klären.

Grundsätzlich ist Husten keine Kleinigkeit. Anhaltender Husten belastet den Körper erheblich und reduziert die Lebensqualität. Dauerhafter Husten schwächt den Beckenboden und kann zu Inkontinenzproblemen führen. Selbst Rippenbrüche sind durch chronischen Husten möglich.

Leider lässt sich nicht jeder Husten lässt sich komplett abstellen.

Manchmal hat der Husten auch eine psychische Funktion

Manche Menschen bringen durch ihren Husten unbewusst ihr  Missfallen für eine bestimmte Situation zum Ausdruck.

Wir haben reichlich Erfahrung in der Behandlung von Husten und in Regel lässt sich zumindest eine Linderung des Hustens erzielen, es ist aber auch hier von Ihnen Mitarbeit erforderlich, z. B. auch die Aufnahme einer logopädischen Therapie oder das regelmäßige Nutzen bestimmter Inhalatoren.

Die Einnahme von Hustenblockern, die das Hustenzentrum dämpfen ist wegen der erheblichen Nebenwirkungen nur kurzfristig zu empfehlen.