Luftnot ist ein Symptom vieler Erkrankungen. Nicht selten besteht Luftnot aufgrund Erkrankungen der Lunge. Hier kommt sehr vieles infrage.

Sämtliche Luftnotzustände, die auf die Lunge zurückzuführen sind lassen sich in unserer Praxis gründlich abklären. Häufig sind Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD eine Ursache für Luftnot, aber auch Erkrankungen die das Lungenparenchym also die Lungenbläschen oder das Lungenstützgewebe betreffen, wie zum Beispiel eine Lungenfibrose führen zu Luftnot und können in unserer Praxis abgeklärt werden.

Nicht selten ist Luftnot auch Folge einer Lungenembolie, also eines Blutgerinnsels, welches die Lungengefäße verlegt. Zugrunde liegend ist eine Thrombose, meistens der tiefen Beinvenen, die sich in die Lunge mobilisiert hat.

Eine Lungenembolie ist ein sehr häufig übersehenes Krankheitsbild. Eine Lungenembolie kann tödlich enden, daher existiert in unserer Praxis ein Schnelltest, der eine Lungenembolie ausschließen hilft.

Auch ein sogenannter Lungenhochdruck, eine Pulmonale Hypertonie, ist eine mögliche Ursache von Luftnot. Hier besteht in erster Linie eine Belastung des rechten Herzens, welches dann die Luftnot bedingt.

Luftnot ist auch ein typisches Symptom von Herzerkrankungen wie Herzinsuffizienz oder der sogenannten Koronaren Herzerkrankung, wo es zu Verengungen der dem Herzen selbst Blut zuführenden Koronargefäße kommt.

Weitere typische Ursachen von Luftnot sind Blutarmut, erhebliches Übergewicht, Wirbelsäulenerkrankungen, die zu einer atemmechanischen Limitierung führen, schwere Lebererkrankungen, Schilddrüsenüberfunktionen, neurodegenerative Erkrankungen, wie z. B. Morbus Parkinson und auch große Strumen, die möglicherweise eine Kompression der Luftröhre bedingen. Aber auch psychische Erkrankungen, zum Beispiel Angsterkrankungen manifestieren sich häufig als Luftnot.

Eine der häufigsten Ursachen für Luftnot ist allerdings ein Trainingsmangel

Wenn wir nicht schon in der Jugend regelmäßig Sport machen und dies mit zunehmendem Alter konsequent weiterführen, kommt es zu einem Vorgang den wir als Mediziner De-Training bezeichnen.

In der Muskulatur setzen Umbauprozesse ein, die Muskelfasern verändern sich, die Durchblutung der Muskulatur ist gemindert, Motoneurone, die Nervensignale in muskuläre Aktivität umsetzen nehmen ab,  die oxydativen Enzyme in den Muskelzellen können nicht mehr arbeiten, es fehlt an Mitochondrien und anderen Organellen, die den Sauerstoff verarbeiten, die Muskulatur schrumpft im Allgemeinen, was wir Sarkopenie nennen und insgesamt führt dieser Zustand dazu, dass der Sauerstoff, welcher von der Lunge ausreichend ins Blut gebracht wird in der Muskulatur selbst nicht mehr richtig verarbeitet wird.

Es besteht durch das De- Training eine Verwertungsstörung für den Sauerstoff. Dies führt dazu, dass die Muskulatur bei leichten Belastungen übersäuert.

Die entstehenden sauren Stoffwechselprodukte gelangen dann mit dem Blutstrom zum Atemzentrum im Gehirn, welches daraufhin eine beschleunigte Atmung auslöst. Wir kommen dann schnell außer Atem, was von den meisten als Luftnot bezeichnet wird.

Wenn bei Ihnen bei Belastung nur eine beschleunigte Atmung und kein Engegefühl oder pfeifende Atemgeräusche bestehen, deutet dies eher auf einen generellen Trainingsmangel als Ursache der Luftnot hin.

50 % der Deutschen sind überzeugte Antisportler. D. h. sie bewegen sich nur äußerst selten oder gar nicht im Sinne von Sport. Dies ist eine Zivilisationskrankheit und nach meiner Erfahrung einer der häufigsten Gründe für Luftnot bei Belastung.

Die gute Nachricht ist, dass sich diese Luftnot durch 2 Stunden körperliches Training pro Woche sehr rasch bessern lässt.

Die genaueste und beste Methode um Luftnot abzuklären ist eine Spiroergometrie. Hierbei wird in Ruhe wie unter Belastung die Lungenfunktion, die Herzleistung, Muskelleistung, Sauerstoffsituation und der Stoffwechsel untersucht. Diese Technik steht bei uns in der Praxis zur Verfügung.